Beiträge über das gegenseitige Geben und Nehmen von Links sowie gerade den Bereich „nofollow“ und Linkgeiz hat es in den letzten Monaten und vielleicht auch schon fast Jahren wohl wie Sand am Meer gegeben, weswegen ich dieses Thematik lieber unter das Motto „Geben und Nehmen“ stellen möchte, auch auf die Gefahr hin bei meinen Lesern erst mal einen großen Gähner zu erzeugen. Nein, ich bin diesem Thema noch nicht überdrüssig und möchte gerne auch mal meinen Senf dazu loswerden.
Mit WordPress gibt es ja bekanntlich die Standardauslieferung des nofollow-Attributes. Es ist wohl auch ein Fakt, dass viele Blogger überhaupt nicht über dieses Attribut sowie seine Auswirkungen Bescheid wissen. Aber auch Unwissenheit schützt vor den entsprechenden Reaktionen (seitens wem oder was auch immer) nicht und ich meine behaupten zu dürfen, dass nicht wenige Blogger sich absichtlich den Mantel der Unwissenheit umhängen. Sich also praktisch „unschuldig dumm“ stellen, das wohl selbst als einen ihrer größten „Geniestreichs“ ansehen und praktisch fast nur „nofollow“ austeilen aber dafür unter ihrem Deckmantel „follows“ einsammeln wie die Weltmeister.
Wirklich genial Jungs und Mädels, egal ob Ihr das bewusst, absichtlich oder aus reiner Ignoranz heraus tut, Ihr seid wirklich die Besten. Eigentlich solltet Ihr alle von Google oder wem auch immer eine Medaille umgehängt bekommen und irgendwie bin ich auch für eine globale „Linkgeiz-Kaiser des Monats“ Wahl.
Obwohl vielleicht für viele der Spruch „denn sie wissen nicht was sie tun“ zutreffend ist, wissen scheinbar doch einige sehr wohl was sie tun. Denn belohnt ein Blog sie als Antwort auf ihr Verhalten ebenfalls mit einem „nofollow“, dann waren sie meist gesehen und kommen nur in seltenen Fällen wieder (Ausnahmen bestätigen die Regel). Warum frage ich mich da ehrlich.
Aber was passiert eigentlich bei der ganzen Thematik? Ein Google Spider surft unbeschwert und fröhlich vor sich hin indizierend durchs Netz, minuten-, tage-, wochen-, monatelang… zumindest war das vor „nofollow“ noch so. Und dann auf einmal steht das liebe Spiderchen auf einer Domain die ihm verbietet weiter seiner sinnvollen Arbeit nachzugehen. Gut, ne Pause hat noch keinem geschadet und fröhlich genehmigt sich der Robot ein paar „Bierchen“, er pausiert. Nach Tagen oder Wochen kommen weitere Robots und gesellen sich zur fröhlichen Runde… und wenn sie nicht gestorben, abgesoffen oder offiziell „vom Chef“ abgezogen worden sind, dann ersaufen sie da noch heute…
Was so lustig klingt ist das, was uns Google eigentlich erzählt, wie sie nofollows behandeln. Zitat „Sie werden nicht verfolgt“. Saugut, wenn ich das so sagen darf, hat mir diesbezüglich auch der Beitrag vom Psychic SEO über die Energiefalle Schwarzes Loch gefallen. Ein äußerst amüsanter und wirklich sehr lesenswerter Blog übrigens, ich kann Euch allen nur Nahe legen dort auch mal vorbeizukucken. Crazy Girl hat definitiv an Psychic SEO sehr großen Gefallen gefunden.
Wer sich die Google Richtlinien, Hinweise und Hilfetexte diesbezüglich mal ausführlich zu Gemüte führt (wer hat das schon wirklich getan?), der wird feststellen, dass ein jeder „nofollow“ auf die eigene Domain eigentlich in eine der beiden folgenden Hauptklassifizierungen fällt: „Dies ist eine nicht vertrauenswürdige Seite, wahrscheinlich ein Kommentar-Spammer“ oder „Dieser Link hat mich dafür bezahlt hier zu stehen“.
Wer nun 1 und 1 zusammenzählt, müsste eigentlich feststellen, dass ein jeder Blogger, der einem im Sinne der „wir haben und doch gegenseitig so lieb“ Verlinkung mit einem „nofollow“ segnet, gleichzeitig zu Google sagt: „Geh blos nicht dorthin, das ist ein Spammer, der für seine Links bezahlt“. Und dann frage ich mich „why the fuck – sollte ich ihm als Gegenleistung etwas anderes verpassen?“ Oder warum sollte ich einen Blogger, der viele andere auf seinem Blog so behandelt und bei mir auch etwas „loswerden“ möchte, mit etwas anderem segnen als er für andere Blogger übrig hat?
Gut, jeder soll schlicht und ergreifend tun was er nicht lassen kann, was er für sich das Beste hält, denn Schlussendlich ist auch bei jeder noch so großen Blogger-Gemeinschaft ein jeder Blogger sich selbst der nächste. Doch ganz ehrlich, ich finde diese künstlich, absichtlich, unabsichtlich, trotzig oder wie auch immer produzierten schwarzen Löcher ziemlich Sch…
Und noch was für alle Kommentar-Spammer, die meinen für Ihre Webseiten hier einen günstigen SEO Link durch einen Kommentar abstauben zu können: Euch meine Lieblinge, behandle ich anders als Blogger. Gefällt mir Euer Kommentar, wird er freigeschaltet, gefällt er mir nicht, wird er gelöscht. Einen Link aber, den gibt’s hier nicht für Euch