Heute möchte ich Euch ein paar Beispiele für Pingback Spam zeigen, die in meinem Blog keine Freischaltung erfahren. In der Regel freuen wir Blogger uns, wenn es in unserem System “ping” macht, ein neuer Pingback (oder Trackback) eingetroffen ist. Viele schalten auch alles Mögliche frei, vielleicht in der Meinung, ein Pingback sei besser als kein Pingback. Zumindest sehe ich immer wieder in Blogs frei geschaltete Pingbacks, die ich persönlich als Spam definiere. Während Trackback Spam ziemlich einfach zu definieren ist (ein Artikel, der einem meiner Artikel einen Trackback schickt, ohne mich zu verlinken), sieht das bei Pingback Spam schon etwas anders aus, denn dort existiert der Link zu mir.
Für Trackback Spam nutze ich das Plugin Simple Trackback Validation und blockiere von vornherein alle Trackbacks, bei denen kein Link zu mir auf der entsprechenden Seite vorhanden ist. Kriege ich somit also gar nicht zu Gesicht und ehrlich gesagt will ich mir dieses Elend gar nicht ansehen.
Ein so genannter Pingback wird von Blog Systemen in der Regel automatisch versendet, sobald ein Blog Artikel im eigenen Artikel verlinkt wurde. Aber was ist hier Spam und was nicht? Ich denke die Definition von Spam ist durchaus individuell und unterschiedlich. Was für den einen Spam ist, muss es noch lange nicht für den anderen sein.
Wenn ich einen Pingback frei schalte, dann linke ich auch zurück zu diesem Artikel und präsentiere das auch in meinem entsprechenden Artikel. Für meine Leser ist dies eine Empfehlung. Und genau hier sehe ich den springenden Punkt, nicht alles was meint mich verlinken zu müssen, sehe ich als Empfehlung für meine Leser oder als willkommene Verlinkung an.
Pingback Spam = kein eigener Inhalt
So bin ich zum Beispiel strikt dagegen, Seiten oder Portale zu unterstützen, auf denen kein eigener Mist wächst, die nur meinen sich mit fremden Federn schmücken zu müssen. Artikel bei diesen Pingback Spammern bestehen z.B. einzig und alleine aus einem Ausschnitt des Contents desjenigen Artikels, den sie zusätzlich noch verlinken. Oder auch nur ein paar Zeilen allgemeinen Text und dann der Link desjenigen Artikels. Auffallend auch die starke Kommerzialisierung auf deren Seiten mit Werbung aller Art inklusive Layer Ads.
Beispiele dafür sind das Portale wie my-tag.de, weblin-plugin.com oder wordpress-community.org, die hier regelmäßig, neben einigen anderen, als Pingback Spam aufschlagen. Für diesen Artikel habe ich eine Weile gesammelt:
Automatisiert generierter Pingback Spam
Für Pingback Spam gibt es auch diverse Plugins. Die Autoren schreiben ein paar Zeilen eigenen Inhalt und lassen dann über das eingesetzte Plugin ähnliche Artikel auf anderen Blogs verlinken. Hier differiert die Zahl von 1 bis 20 (hatte aber auch schon mehr gesehen) und durchaus ist hier oft gar nicht ähnlich was ähnlich sein sollte. Wie auch immer, am Ende der Artikel ist eine Auflistung von ähnlichen Blogs, ähnlichen Artikeln oder related posts zu finden.
Ziemlich viele von dieser Sorte hatte ich von vielen unterschiedlichen Subdomains xxx.24h-tipp.de, die ich mittlerweile alle erfolgreich ausgesperrt habe, bzw. dessen Betreiber seine Portale wohl mangels Erfolg vom Netz genommen hat. Doch dieses Vorgehen ist vor allem nicht nur auf die deutsche Blogosphäre begrenzt, sondern zieht sich auch durch die englische. Ein aktuelles Beispiel das Folgende, bei dem neben der Sprache, dem unpassenden “ähnlich” (was hat die Krankheit Krebs mit ebuzzing, dem Wikio Dienst zur Blog Monetarisierung zu tun?) natürlich auch die starke Kommerzialisierung auffällig ist, beim Öffnen der entsprechenden Seite:
Pingback Spam hat nur das Ziel wertvolle Links abzustauben
Backlinks auf das eigene Projekt sind äußerst wertvoll und wenn diese von gut positionierten Seiten/Blogs kommen, dann gleich umso mehr. Mit Pingback Spam sollen einzig und alleine nur gute und vor allem viele wertvolle Links abgestaubt werden. Das Ziel dabei ist ein einziges: Durch wertvolle Backlinks das eigene Projekt gut in den Suchmaschinen zu platzieren und durch die Kommerzialisierung ordentlich zu verdienen. Da hier meist alles schnell und einfach geschehen soll, ist guter eigener Content Mangelware. Warum sich die Arbeit machen, wenn automatisiert alles möglich ist. Im Schlaf Geld verdienen, ganz nebenbei im Internet Millionär werden… mit Sicherheit ist in diesen dubiosen Anleitungen, die zu Hauf in Netz kursieren, derartiges Vorgehen ausführlich beschrieben.
Pinback Spam könnte zur Bad Neighbourhood werden
Da aber auch die wenigsten Suchmaschinen Wert legen auf automatisierten Mist, auf Content ohne Nährwert und Exklusivität, werden diese Portale/Dienste über kurz oder lang abgestraft und könnten sich dann für alle, die sie verlinken zum Bad Neighbourhood Bumerang entwickeln. Ganz nach dem Motto Wenn Du diesen Mist freiwillig verlinkst, kannst Du selbst auch nur Mist sein.
Drum prüfe wer sich ewig via Link verbinde… welche Pingbacks frei geschaltet werden und welche als Spam eingestuft keine Erwähnung/Verlinkung im eigenen Blog finden.
Und selbst wenn Dir SEO total schnuppe ist, dann denke an Deine Leser, die auf die verlinkten Pingbacks in Deinen Artikeln klicken. Welchen Nutzen und Informationsgehalt hat eine solch verlinkte Seite für sie?