Das optische Grauen im Netz – IE6 zeigt „die Flodders“ des Internets

Wolltet Ihr schon immer mal wissen wie “die Flodders” des Internets aussehen, Euch auf eine richtige Tour des Grauens durch die weite Welt des WWWs aufmachen? Dazu braucht es nur eines: den Browser IE6 und schon tun sich gerade in der Blogosphäre optische Abgründe auf. Nun mag der versierte Internetnutzer sagen „Wer ist heutzutage noch mit dem IE6 im Netz unterwegs? – Doch kaum einer!“ Weit gefehlt meine Lieben, schaut dazu einfach mal in Eure Statistiken und dann werdet Ihr mit einer Zahl, die sich irgendwo zwischen 10 und 20 Prozent einpegelt konfrontiert werden. Ich habe hier übrigens in meinen Statistiken die stolze Zahl von 14% IE6 Surfern, was bei einem Tagesdurchschnitt von derzeit ca. 1.300 Besuchern 182 IE6 Besucher pro Tag ausmacht!

Warum die Menschen mit solch alten Browserversionen surfen dürfte mehrere Gründe haben. Der Hauptgrund in meinen Augen ist, dass nicht jeder Mensch, der einen Computer mit Internetzugang sein Eigen nennt, auch ein Spezialist in diesen Dingen ist. Zwar ist es in unseren Augen grundsätzlich so gar nicht schwer, einen Internetbrowser upzudaten, doch trifft das nicht für alle Menschen zu.

Wahrscheinlich müssten gar nicht wenige sogar Geld locker machen, um in den Genuss eines Updates zu kommen. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es diesen “Surfern” noch nicht einmal bewusst, dass sie mit veralteter Software unterwegs sind. Und selbst wenn es ihnen doch bewusst sein sollte, was auf nicht viele davon zutreffen wird, warum sollte man updaten und entweder Geld dafür hinlegen müssen oder einen armen Bekannten oder Verwandten dazu bitten, wenn doch alles funktioniert?

Nicht alle Webdesigner und schon gar nicht alle Theme Designer von WordPress Blogs kümmern sich um eine browserübergreifende richtige Darstellung des Designs. Gerade veraltete Browser werden gerne übergangen, obwohl es doch so einfach ist, auch diesen ein ordentliches Design zu präsentieren. Mag es Faulheit oder Unwissenheit sein, zurück bleibt eines, ein ordentlich fader Geschmack beim entsprechenden Surfer, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit fragt, wie professionell denn dieser Blogbetreiber ist, oder was er ihm mit dieser zerhackstückelten Darstellung sagen möchte.

Der Alptraum vieler Webdesigner und Blogbetreiber ist natürlich der berühmt berüchtigte IE6 mit seinen Eigeninterpretationen des Designs, die nicht selten in ein optisches Grauen mündet. Immer mehr Blogbetreiber gehen aber dazu über, den IE6 keine Beachtung mehr zu schenken und nicht selten findet man bei diesen “Flodders” einen Hinweis, dass diese Seite nicht für den IE6 optimiert wurde. Eine Aussage mit der wahrscheinlich die entsprechenden “Surfer” noch nicht mal was anfangen können…

Klar, jeder muss selbst wissen, welchen Eindruck er bei anderen Menschen hinterlassen möchte, und nicht wenigen ist es egal, ob sie wie “die Flodders” auf andere Menschen wirken. Vielleicht sind das auch die Konsorten die ungewaschen, ungekämmt und in der alten, zerlumpten Joggingbuchs das Haus verlassen? Das ist zumindest die Frage, die ich mir immer wieder stelle, wenn die Diskussion auf CSS Hacks für den IE6 kommt. CSS Hacks sind wirklich nicht schwer, sie sind schnell und einfach in die CSS Datei eingebaut und meistens handelt es sich bei dem optischen Grauen des IE6 sowieso nur um einen unsichtbaren Border von ca. 20 Pixel, den er irgendwo dazwischen schiebt.

Die Welt verändern, die Menschen auf Updates drängen, ja, das möchten viele Blogbetreiber doch so gerne und sprechen sich gegen die einfache Anpassung der professionellen Darstellung für diese “technisch unbewanderte Minderheit” aus. Ist das Diskriminierung? Wahrscheinlich in irgendeiner Art und Weise schon.

Und dann gibt es auch noch die Blogbetreiber die schreien: “Ich kann das aber nicht, deswegen müssen die anderen sich bemühen, um mich schön sehen zu können.” Sorry Jungs, aber Ihr könnt einen Blog ins Leben rufen, ihn tagtäglich betreiben, dann müsst auch Ihr es lernen, Euch ordentlich darzustellen. Und das nicht nur im Text, sondern auch in der Gestaltung. Die IE6 Surfer haben Euch schließlich auch nicht dazu genötigt, einen Blog ins Netz zu stellen, also nötigt Ihr sie nicht, ihre Gewohnheiten aufzugeben (was sie eh nicht tun werden).

Aber egal, denn schlußendlich muss jeder selbst wissen und entscheiden, ob er sich den “Flodders” des IE6 anschließen möchte oder lieber die paar Minuten Zeit investiert, um sich auch vor diesen entsprechenden Surfern ordentlich zu präsentieren.

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