Dass SEO nicht gleich SEO ist, dürften wir alle ja wissen. Und dass sich gerade auch im gewerblichen SEO Dschungel ein Haufen „schwarze Schafe“ tummeln, sich wer weiß wie toll präsentieren aber leider gar nicht so viel wissen, dürfte sich mittlerweile auch herumgesprochen haben. Da wird oft auch mit haarsträubenden Konzepten geworben und den Kunden viel Geld aus der Tasche gezogen, um die Kunden Homepages mehr zu ruinieren als aufzubauen. Das gleiche gilt natürlich auch für Internetagenturen, die sich neben Webdesign Angeboten ja oft auch den Bereich SEO aneignen.
Lustig fand ich bis dato vor allem immer auch diese netten Webdesign Angebote, die selbst noch nicht mal ein Impressum auf der Webseite haben. Von den rechtlichen Aspekten des Internets schon mal was gehört? Scheinbar nein…
Gestern flatterte eine wirklich lustige eMail in meinen elektronischen Briefkasten, von einem SEO, der wohl noch zur Schule geht. Seines Zeichens firmierend mit „Marketing, Vertrieb & Internetagentur“ aus dem Osten unseres schönen Landes. Der Inhalt der eMail war wirklich zum schießen:
„Sehr geehrter Herr Preuße,“
hmm… da hat wohl einer noch nicht davon gehört, dass Tanja ein Frauenname ist…
„ich habe heute auf Ihrer Webseite xxx einen Kommentar eingetragen. Könnten Sie bitte meinen Namen ersetzen durch ‚xxx (Auflistung einiger interessanter keywords)’. Ich wusste nicht, dass der Name verlinkt wird.
Danke
xxx
Marketing, Vertrieb & Internetagentur
xxx“
Wer beim Kommentar verfassen und absenden lesen kann, ist eindeutig im Vorteil. Der Inhalt seines Kommentars war natürlich eine einzige Werbung für seinen gewerblichen Internetauftritt.
Interessant ist die Beobachtung der Kommentatoren auf Webseiten, die wie Blogs aufgebaut sind, aber ausschließlich nur Suchmaschinenbesucher aufweisen. Dass es hier nur äußerst selten Kommentare gibt ist klar. Wem ist aber auch klar, dass die zu 99% von SEOs und Spammern erfolgen? Das 1% bleibt dann für Suchmaschinenbesucher, die sich tatsächlich mal hingerissen fühlen, auch etwas zu schreiben.
So hatte ich letztens noch einen anderen Fall eines SEO Kommentars. Ich entschied mich ausnahmsweise mal für die nofollow Verlinkung. Daraufhin erhielt ich eine eMail, in der ich äußerst unhöflich gebeten wurde die nofollow Verlinkung zu entfernen. Nachdem ich den Link gelöscht hatte, kam eine noch viel unhöflichere eMail mit Beschimpfungstiraden zu meiner persönlichen Unfähigkeit Links richtig zu setzen mit der Aufforderung seinen copyright geschützten Text mit dem richtigen Link zu versehen. Ich habe daraufhin den gesamten Kommentar gelöscht, will mich ja schließlich nicht gleich noch verklagen lassen… oh weh… das war aber auch falsch, denn daraufhin erfolgten weitere wüste eMails und ich war gezwungen einen Spam Filter für diesen Absender einzurichten