Wenn Euch der Sinn nach einer ganz besonders erlesenen Weinspezialität steht, dann ist der Eiswein wärmstens zu empfehlen. Hergestellt wird der Hochgenuss aus Trauben, die bei minus sieben Grad, also gefroren, geerntet und gepresst werden. Durch die winterlichen Temperaturen ist das in den Trauben enthaltene Wasser größtenteils auskristallisiert, sodass der der Wein eine besonders süsse Note erhält, verbunden mit einer interessanten Säure.
In Deutschland genießt der Weinliebhaber den Eiswein seit 1830. Dabei wurde damals aus der Not eine Tugend gemacht. Im vorhergehenden Jahr, 1829, war die Weinlese durch starke Fröste beeinträchtigt. Eigentlich dienten diese Trauben nur noch als Viehfutter. Bis jemand den süsslichen Geschmack bemerkte, der diesen Trauben eigen war. So entstand der Eiswein, als ein ganz besonderer winterlicher Genuss.
Durch die klimatischen Bedingungen waren Deutschland und Österreich lange die einzigen Erzeuger des wunderbaren Eisweins. In den 1970er Jahren erkannte auch Kanada das Potenzial des Eisweins und ist heute marktführend. Die besondere Art der Herstellung macht den Eiswein zu einem Hochgenuss, welcher den Gutbetuchten vorbehalten ist.
Bei diesem winterlichen Wein zeichnet sich die Qualität durch ein frische Säure und eine intensive Fruchtigkeit ohne Botrytisnoten aus, bei gleichzeitigem niedrigem Alkoholgehalt. Bevorzugte Traubensorten für den Eiswein sind Vidal Blanc, Chenin Blanc und Riesling. Während der Lagerung in der Flasche wird der Zucker abgebaut, weshalb ältere Eisweine weniger süss schmecken.
Wenn Euch der Gaumen also mal nach etwas Ausgefallenem und zugleich ausgesprochen Delikatem steht, ist der Eiswein sicherlich das Beste, was Ihr Euch gönnen könnt. Auch Freunde oder Gäste werden den Eiswein als einen der guten Weine zu schätzen wissen.