Hast Du die Tage mal wieder einen neuen Pingback Spam gefunden und den Menschen angeschrieben, dass er das doch bitte unterlassen soll? Dann hast Du mit Sicherheit auch eine entsprechende Antwort erhalten, die Dir die Augen übergehen hat lassen. Zumindest mir ist es gestern so gegangen und da war ich auch nicht alleine, wie ich heute Morgen in Luigis Beitrag Was haltet Ihr davon? gesehen habe. Der Herr macht sich wirklich Mühe, um Blogger einzuschüchtern und zu verunsichern. Wahrscheinlich läuft das alles auf sein kostenpflichtiges Angebot hinaus. Würde mich mal interessieren, wer noch Kontakt mit ihm hatte…
Wir Blogger sind ja so gar nicht begeistert von Portalen, die einfach ungefragt Teile unseres Contents (sei es nun den Inhalt des RSS Feeds oder unsere Meta Daten) einlesen. Der Link zu unseren entsprechend Beiträgen sorgt dafür, dass wir Pingbacks erhalten.
Das Ziel hinter einem solchen Vorgehen ist ganz klar. Das Portal generiert auf Knopfdruck, vollautomatisch, ohne einen Handstrich dafür tun zu müssen, haufenweise eigenen Content, der nur aus dem Content anderer besteht. Aber nicht nur das. Der Pingback zu den entsprechenden Blogs sorgt dafür, falls sie von einigen unwissenden Bloggern freigeschalten werden, dass sich die Backlinkstruktur des Portals aufbaut, ganz natürlich und alles freiwillig, auch wieder ohne selbst wieder was tun zu müssen.
Was sich so schön liest, ohne einen Handstrich ein richtig dickes Portal aufbauen – und dann natürlich ganz dick den Reibach machen als eigentliches Ziel dahinter, hat nur einen ganz großen Haken. Google mag so was gar nicht und die meisten betroffenen Blogger erst Recht nicht. Nichts Eigenes anbieten, rein nur das von anderen nehmen und damit groß absahnen… eine klasse Idee, auf die schon sehr viele kamen. Nicht umsonst nennen viele Blogger, die solche Pingbacks erhalten, dies Spam.
Nun ist aktuell gerade wieder jemand unterwegs, der, so wie ich das aus seinen eMails verstanden habe, gerade eine neue Software programmiert, die wohl dies wie oben beschrieben machen soll. Dieses Plugin wird, wie auf dem Shop dieses Anbieters zu entnehmen ist, für teures Geld verkauft. Um diese Software für Kundendemo Zwecke mit vorzeigbaren Ergebnissen zu versorgen, wird sie gerade ausprobiert. So werden die Metadaten von Artikgeln einiger Blogs (u.a. auch zwei von mir) eingelesen und natürlich auch die Blogs mit den entsprechenden Pingbacks versorgt. Angeblich nur zu Testzwecken und soll auch laufend immer wieder gelöscht werden.
Dieser Mann legt interessantes Vorgehen an den Tag, so wie ich und auch Luigi die Tage bereits im eigenen Posteingang erfahren durften. Wer ihn aufgrund seines Pingback Spam anschreibt und bittet, dies zu unterlassen, erhält eine Antwort, die einem die Augen übergehen lässt. Freundlich verpackt in ein am Ende “Danken können Sie mir später” liest sich reine Panikmache, die darauf abzielt einem Angst vor dem Panda-Update zu machen, den man mit seinem Blog so nicht überleben wird.
Bei Luigi wird das Plugin All-in-One SEO als Vorwand genommen, warum er nach dem Panda Update einen Besuchereinbruch verzeichnen soll. Schließlich sorge dies auf allen Blogs die ein solches Plugin verwenden dafür, dass sie von Google abgestraft werden.
Da ich die meisten Plugin Informationen auf meinen Seiten verschleiere, oder manuelle Programmierungen stattdessen nutze, konnte der nette Herr auch nicht auf eine solche Argumentation zurückgreifen. Da griff er schon tiefer in die Trickkiste.
Das Veröffentlichen von eMails in einem Blog steht nicht gerade im besten Licht und kann auch rechtlich das eine oder andere nach sich ziehen. Aus diesem Grund verzichte ich auf Zitate oder Screenshots. Das Vorgehen dieses Herrn verleitet mich zur Annahme, dass er alles andere ist als ein freundlicher Zeitgenosse. So fasse ich einfach nur mit meinen Worten zusammen, was der Herr meinte mir unaufgefordert (ich habe ihn ja mit keinem Wort darum gebeten) in seinen gar nicht so kurzen eMails an den Kopf werfen zu müssen:
Meine Webseiten seien reine Content-Farmen, die jeglichen Wert für den User entbehren und einzig und alleine dazu erstellt wurden, zu versuchen mit Adsense Geld zu verdienen. Neben MFA (made for Adsense), fallen immer wieder Stichworte wie: mit Keywords zugespammte Blogartikel, sinnloser Content, Keyword Staffing usw. Natürlich fehlt auch der Hinweis zum bevorstehenden Panda-Update nicht, dass wenn ich nicht gravierend etwas ändere, mir ansehen könnte, was Google mit meinem Blog machen wird. Sein tiefgreifendes Wissen um all diese Vorgänge unterstreicht dieser Herr mit einem eigenen Praktikum bei Google sowie verschiedenen Verwandten, die dort tätig sind.
Rege ich mich darüber auf? Nein, es lässt mich ziemlich kalt, denn es ist fernab von jeder Realität. Der andere Blog, den er neben diesem hier derart resümiert hat, hat noch nicht mal Adsense integriert. Der einzige Fakt, der mich dabei etwas gestört hat ist, dass ich gar nicht darum gebeten habe, dass der Herr meine Seiten analysiert. Ich hatte ihm lediglich eine kurze eMail geschrieben, mit dem Ziel, dass er mit seinem Pingback Spam aufhört. Das zweimal, da er kurz nach dem ersten Blog von mir auch diesen Blog hier im Visier hatte. Dass ich das nicht wünsche habe ich ihm dann auch kurz und schmerzlos mitgeteilt:
Zitat “…Sorry, aber wer sind Sie eigentlich, dass Sie sich erdreisten meine Seiten mir gegenüber zu analysieren…”
Daraufhin betonte dieser Mann in einer weiteren eMail noch einmal alle meine “Vergehen”, teilte mir wiederrum mit, wie fundiert sein Wissen und seine Kontakte zu Google seien und wies mich darauf hin, dass er sich nicht vorgestellt hätte, von einer Frau derart behandelt zu werden, da er ja eigentlich nur nett sein wollte.
Da stellt sich mir widerrum die Frage, was hat der Herr von einer Frau erwartet? Dass das “kleine weibliche Dummchen” ankriecht und ihn bittet sie über das “how to” aufzuklären und ihr zu helfen einen ordentlichen, werbefreien und sinnvollen Blog zu gestalten, der dann durch seine Hilfe und Kontate großes Ansehen bei Google genießt?
Wahrscheinlich läuft es daraufhin hinaus, der Herr versuchte sich in meinen Augen mit seiner Panikmache als guter Verkäufer. Und wir wissen ja alle von den Versicherungstypen, dass Angst machen, das beste Verkaufsargument ist. Auf seinem Internetauftritt finde ich das kostenpflichtige Angebot des Web-Tunings, das Aufwerten des eigenen Blogs, die Überarbeitung von Fehlern, den Einbau spezieller Plugins, Tipps was unbedingt geändert und verbessert werden muss usw.