Fail: Mokono und die Auszahlungen

Heute hat es Mokono geschafft, dass ich mit Sicherheit mit diesem Anbieter so schnell nicht mehr zusammenarbeite. Die Vorgehensweise, die Mokono bezüglich ihrer Auszahlungen an den Tag legt, ist in meinen Augen mehr als nur ein “Fail”. Von einer Firma mit Sitz in Deutschland hätte ich so etwas wirklich nicht erwartet und ich kann Euch diesbezüglich nur warnen: So wie es aktuell auf deren Seiten dargestellt wird, geht das in meinen Augen nicht reibungslos durch eine deutsche Buchführung. Diese hat Vorschriften und Regeln und ist alles andere als ein “persönliches Wunschkonzert”. Wie es bei Euch im Einzelfall aussieht, kann aber nur Euer Steuerberater beantworten.

Angefangen hat diese ganze Geschichte, als ich am Montag auf meinem Kontoauszug die Bezahlung meiner Einnahmen aus dem Dezember von Mokono erspähte. Inhaltlich bin ich auf die Einnahmensituation bereits vor einiger Zeit mit meinem Beitrag Mokono Blog Vermarktung – ich bin enttäuscht eingegangen. Auf meinem Kontoauszug war also eine EU-Überweisung von Mokono ersichtlich und als braver deutscher Bürger logge ich mich daraufhin in meinen Account ein, um mir den dazugehörigen Beleg auszudrucken.

Doch es war kein Beleg zu finden *kopfkratz*. Also schrieb ich Mokono diesbezüglich an und es wurde mir mitgeteilt, dass es derzeit noch keine Belege gibt. Sie würden eine Systemumstellung vornehmen und wären dann auch in der Lage Belege bzw. Gutschriften auszustellen. Aber bis dahin gibt es erst mal nichts. Weiter teilten sie mir noch mit, dass die Einnahmen von Mokono aus den USA kommen, da Adify dort seinen Hauptsitz hat. Und diese wären umsatzsteuerfrei (Leistungsempfänger mit Sitz im Drittland).

Ja, schön, wunderbar, soweit alles klar. Nur schon mal was von dem Grundsatz der ordnungsgemäßen Buchführung Keine Buchung ohne Beleg gehört? Wird mir kein Beleg zur Verfügung gestellt, dann kann ich das auch nicht verbuchen. Und ein Zahlungseingang auf meinem Kontoauszug gilt nicht als Beleg. Aber für solche Fälle habe ich die Möglichkeit eine Rechnung auszustellen.

Damit ist schon mal der Hilfe Text bezüglich Rechnungen ausstellen in deren System ein kompletter Fail, zumindest was mich betrifft. Wird mir kein Beleg zur Verfügung gestellt, muss ich eine Rechnung ausstellen.

Aber damit waren wir noch nicht am Ende der Geschichte. Natürlich muss auch meine Rechnung buchhalterisch korrekt sein und so einige Pflichtangaben enthalten, wie z.B. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des Leistungsempfängers. Also wandte ich mich erneut an Mokono und bat um die Adresse von Adify (Leistungsempfänger). Daraufhin wurde ich lapidar auf meinen Online Account unter dem Punkt “Kontakt” verwiesen. Und was sehe ich dort?

Wer wie ich umsatzsteuerpflichtig ist, der wird an dieser Stelle nachvollziehen können, dass ich heute Morgen an diesem Punkt “in die Tischkante gebissen” habe. Schreibe ich eine Rechnung mit diesem Leistungsempfänger, dann muss ich die Umsatzsteuer ausweisen, denn dieser Leistungsempfänger sitzt in Deutschland!

Also wieder eine eMail an Mokono und die entsprechende Antwort war wirklich abenteuerlich: “… die Adresse aus den USA haben wir leider selber nicht…”

Vielen Dank auch fürs Gespräch! Damit muss ich meine Einnahmen aus der Mokono Blogvermarktung mit Umsatzsteuer ausweisen! Nächster Fail ist also die Aussage von Mokono, dass die Einnahmen umsatzsteuerfrei sind. So lange niemand ersehen kann, dass der Leistungsempfänger tatsächlich in den USA sitzt, sondern stattdessen mit deutscher Adresse angegeben wird, ist hier gar nichts umsatzsteuerfrei, zumindest nicht für mich.

Wie das alles bezüglich der Auszahlungen von Mokono für Euch aussieht, kann nur Euer Steuerberater beantworten. Dies hier ist schlicht und ergreifend eine Schilderung meiner persönlichen Situation und hat nichts mit einer allgemeinen Situationsbeschreibung oder Beratung gemein!

Bevor ich mich jetzt an dieser Stelle darüber auslasse, was das für ein Geschäftsgebaren ist, was ich davon halte und was ich mir eigentlich von der Zusammenarbeit mit einem deutschen Unternehmen erwarte, ende ich lieber an dieser Stelle. Für mich steht nun nur eines fest: Mit diesem Anbieter arbeite ich mit Sicherheit so schnell nicht mehr zusammen.

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