Vielleicht können einige von Euch sich noch an meine Umfrage zu Werbeanzeigen im Blog erinnern. Nun, ich muss leider zugeben, dass diese Umfrage ein totaler Flop war. Die Teilnahme war nicht gerade berauschend (insgesamt 23 Stimmchen auf die beiden aufgeteilten Umfragen). Die Ergebnisse sind aufgrunddessen natürlich alles andere als repräsentativ. Aber wir wollen trotzdem mal versuchen ein paar Rückschlüsse zu ziehen.
Von den 23 Leutchen haben 7 angegeben einen Ad-Blocker zu benutzen. Das wären 30%. Wie es diesbezüglich in der Relität des Surfer Lebens aussieht, ich habe ehrlich gesagt keinen Peil. Sind 30% mit Ad-Blocker realistisch, zu viel oder zu wenig? Was meinst Ihr?
Zu diesen 7 gesellen sich nochmal 8 dazu, die angegeben haben, dass sie nie auf Werbeanzeigen klicken, sich aber auch nicht daran stören. Damit wären wir insgesamt bei 15 Leuten, die sich am Einkommen unserer Blogs nicht beteiligen. Umgerechnet sind das 65%.
Damit bliebe eine Rest von 35%, die unsere Einkommenswelt der Werbeanzeigen zur Kenntnis nehmen und sie bei Bedarf auch in Anspruch nehmen. Nun dürfte man aber nicht den Fehler machen und diese 35% der Besucher in Klicks auf Werbeanzeigen umrechnen. Denn diese Zahl dürfte sehr weit neben der Realität liegen. Sie besagt ja eigentlich nur aus, dass 35% der Besucher gewillt wären, auf Anzeigen zu klicken. Damit sie es auch wirklich tun, müssen sie diese Anzeigen einerseits auch ansprechend und natürlich auch gut positioniert sein, damit sie überhaupt ins Auge fallen.
Um diese Zahl – 35% – mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, habe ich einfach mal meine Besucher und die von ihnen genierten Klicks genommen und das Verhältnis daraus errechnet. Dabei bin ich auf ein Ergebnis von 8% gekommen – welches in meinem Fall ja die blanke Realität ist. Und wie wir sehen, bewege ich mich relativ weit nach unten von den 35% aus gesehen.
Und wo liegt der Hase im Pfeffer begraben? Ganz einfach, meine 35% sind total unrealistisch. Von den Angaben von ingesamt 23 Personen kann man schlicht und ergreifend nicht auf den Rest der Welt schließen. Um halbwegs auswertbare Ergebnisse zu erhalten, hätte es mindestens 100 Antworten gebraucht. Am besten wären 1.000 Antworten. Nur wenn so viele Menschen teilnehmen, kann man einen halbwegs vernünftigen Querschnitt erhalten, der wiederum halbwegs vernünftige Aussagen zulässt.
Alles andere ist schlicht und ergreifend nicht realistisch und deswegen behaupte ich auch, dass meine erste Umfrage ein totaler Flop war. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei allen Bedanken, die an der Umfrage teilgenommen haben. Und meine Lernerfahrung daraus ist: Ich bin wahrscheinlich noch zu klein – zu schlecht besucht – um ein solch interessantes Marketingwerkzeug effektiv nutzen zu können.
Aus diesem Grund habe ich wp-polls jetzt erst einmal deaktiviert. Irgendwann ziehe ich es mit Sicherheit wieder hervor. Dazu muss ich aber noch etwas “wachsen”, um bessere Ergebnisse zu erreichen. Gut Ding will Weile haben, heißt es ja immer so schön. Also lassen wir uns diese Zeit und kümmern uns in der Zwischenzeit um andere Dinge, die auch Spaß machen.