Das Verlinken der eigenen Blogartikel in der Sidebar ist auf vielen Blogs äußerst spärlich und dürftig gestaltet. Da die Blogartikel aber das Herz eines jeden Blogs sind ist es für mich immer wieder verwunderlich, dass so wenige Blogger das Augenmerk auf das seitenweite Verlinken Ihrer Blogartikel legen. Je mehr eigene Linkpower der Blog auf seine Blogartikel setzt, desto besser werden diese auch in den Suchmaschinen gelistet und gefunden. Nichts eignet sich dafür besser als das seitenweite Verlinken. Wer dagegen seine Blogartikel mit nur wenig eigener Linkpower durch das interne Verlinken in der xten Ebene ausstattet, verschenkt wertvolles Potential und viele Besucher.
Wir haben diese Thematik ja bereits im Beitrag Die interne Verlinkung ist oft Mangelware andiskutiert und nicht wenigen Bloggern ist diese Problematik auch bewusst, nur steht fast jeder Blog vor hunderten von Blogartikeln, die er ja unmöglich alle seitenweit Verlinken kann. Würde erstens nicht mehr gut aussehen, die Besucher in die Flucht schlagen und auch die Suchmaschinen würden auf eine solche zahlreiche interne Verlinkung nicht mit Freudensprüngen reagieren.
Viele Blogger konzentrieren sich deswegen fast ausschließlich auf das seitenweite Verlinken der bevorzugten Bereiche wie Kategorien oder Tags. Die Blogartikel werden mit ein paar neuesten Beiträgen, populären Beiträgen und vielleicht noch zufällig ausgewählten Beiträgen mit den Plugins Popular Posts und Random Posts abgefangen. Wenn nun beispielsweise alle drei Bereiche mit jeweils 10 Blogartikeln abgedeckt werden, dann sind zumindest schon mal 30 Blogartikel dauerhaft aus der Sidebar verlinkt. Bei nicht selten ein paar hundert Blogartikeln im Gesamten zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber immerhin schon etwas, sagt der SEO in mir.
Das bereichsweise Verlinken aus der unterschiedlichsten Blogartikel aus der Sidebar ist eine Lösungsmöglichkeit mit der ich mich zu einem späteren Zeitpunkt auseinandersetzen werde. Einige Ideen dazu habe ich bereits. Und wenn ich so weiter poste, dann wird es auch mich als noch sehr jungen Blog bald erwischen, dass selbst mit meiner crazy Footer Lösung und meiner Sidebar nicht mehr alle Blogartikel abgedeckt werden können. Doch erfordert eine solche Lösung nicht nur ein ausführliches drüber nachdenken und eine ausgeklügelte Strategie. Eine aufwendigere Programmierung, da bereichsweises Verlinken die verschiedensten Abfragen notwendig macht, ist eine weiterer Punkt.
Das Thema lässt mich aber auch so kaum los, denn in meinen Augen ist das ordentliche interne Verlinken der Blogartikel eines der Hauptthemen, mit denen sich ein Blogger auseinandersetzen sollte, wenn er an einem guten Ranking der einzelnen Blogartikel in den Suchmaschinen interessiert ist. Nun bin ich gestern beim Ausprobieren von kleineren Lösungen für meine Sidebar auf eine nette Funktion gestoßen, die eigentlich jedem HTML und CSS Coder bekannt sein dürfte, ich aber in dieser Weise bis dato nur äußerst selten auf Blogs gesehen habe. Zudem ist diese „Funktion“ ziemlich einfach umzusetzen und bietet sich hervorragend für das von vielen Bloggern bereits eingesetzte Verlinken der Blogartikel über die neuesten Beiträge sowie die popular und random posts an.
In meiner Sidebar könnt Ihr diese Funktion bei den neuesten und den populärsten Beiträgen sehen. Ich zeige weniger Blogartikel an, als in den jeweiligen Widgets enthalten sind. Über eine kleine Scrollbar kann das jeweilige Widget durchscrollt werden. Platzsparend in der Sidebar und der User wird nicht gleich von einer Vielzahl von Blogartikeln erschlagen. Er kann scrollen, wenn er möchte. Auf diese Weise ist es auch möglich weitaus mehr Blogartikel zu verlinken (z.B. 30 Stück), diesen Blogartikeln die entsprechende Linkpower zu verpassen ohne auf großartige Platzprobleme in der Sidebar zu stoßen. Doch eigentlich gar nicht so schlecht oder?
Die Umsetzung ist relativ einfach. Ihr braucht den entsprechenden Widgets, die Ihr so abändern wollt, nur eine neue Formatierung zu verpassen. Da Widgets, die über die Admin-Oberfläche (Darstellung / Widgets) eingebunden werden, alle über die gleiche Formatierung gesteuert werden, ist es notwendig Widgets, die anders formatiert werden sollen, manuell in der sidebar.php einzubinden. Als Beispiel die Popular Posts als manueller Eintrag an gewünschter Stelle in der sidebar.php:
<div class="klasse der Überschrift">Deine Überschrift</div>
<div class="neue klasse für das Widget">
<?php popular_posts(); ?>
</div>
So oder so ähnlich sollte das dann in der sidebar.php aussehen. Ist natürlich abhängig vom entsprechenden Theme wie auch den Einstellungen, die im Admin Bereich bei diesem Plugin getroffen werden.
Danach geht Ihr in die CSS Datei Eures Themes und sucht Euch den entsprechenden Eintrag der CSS Klasse für die Widgets raus. Diesen kopiert ihr, gebt ihm die neue Klasse und fügt folgendes noch hinzu:
.neue-klasse { xxx (die bestehenden Einträge aus der alten CSS Klasse); height: 100px; overflow: auto; }
Natürlich kann die Höhe entsprechend gewählt werden, 100px ist hier nur als Beispiel gedacht. Das overflow: auto; regelt den Scroll Balken ab der vorher definierten Höhe.
Wer zusätzlich den Scrollbalken formatieren möchte, was aber leider im Firefox nicht angezeigt wird, der kann mit den folgenden CSS Befehlen die gewünschten Farben ausgeben:
scrollbar-base-color, scrollbar-3dlight-color, scrollbar-arrow-color, scrollbar-darkshadow-color, scrollbar-face-color, scrollbar-highlight-color, scrollbar-shadow-color, scrollbar-track-color.
Danach braucht Ihr im Admin Bereich nur noch die Anzahl der anzuzeigenden Blogartikel erhöhen (Einstellungen / Popular Posts / Number of posts to show).
Ich habe mir auch Gedanken gemacht welche der drei Funktionen (neueste Beiträge, Popular Posts oder Random Posts) sich wohl am besten eignen für das seitenweite Verlinken in der Sidebar. Mein Spitzenreiter ist dabei das Popular Posts Plugin, vor allem auch deswegen, da es, manuell über die sidebar.php eingebunden, mit diversen Sortierungs- und Anzeigefiltern ausgestattet, mehrfach eingebunden werden kann, und dabei jeweils so gut wie immer die gleichen Blogartikel ausgibt. Es lässt also am meisten programmiertechnische Möglichkeiten für „Spielereien“ zu und zeigt diese auch dauerhaft an.
Letztes ist der Nachteil der Random Posts, die ja bei jedem Seitenaufruf auf Zufallsbasis andere Blogartikel eingebunden werden. Für den User ist dies zwar äußerst interessant, die Linkpower wird aber nur richtig an die Blogartikel abgegeben, wenn diese dauerhaft und nicht alle paar Minuten abwechselnd eingebunden werden. Die neuesten Blogartikel sind am unflexibelsten für individuelle Anpassungen und zudem ist eine gewisse Anzahl davon ja sowieso auf der Startseite als Beitrag vorhanden.