Wer sich durch die deutsche Blogger Szene surft stellt schnell fest, dass auf vielen Blogs der Trigami oder auch Hallimash Affiliate Link hinter den fast schon bekannten Werbebildchen prangert. Paid Blogging, also sich für das Schreiben von Werbebeiträgen auf dem eigenen Blog bezahlen zu lassen, ist eine der beliebtesten Einnahmequellen von Bloggern und dürfte zusammen mit Affiliate Marketing direkt hinter Google Adsense in der Beliebtheitsskala liegen. Paid Blogging halte ich generell für kein schlechtes Geschäftsmodell für einen Blog, doch gibt es auch hier in meinen Augen einige Regeln zu beachten, damit der Schuss nicht schnell mal nicht hinten los gehen kann und einem das Paid Blogging den Wert des eigenen Blogs ordentlich versalzt.
Die schweizer Trigami AG ist wohl die bekannteste Anlaufstelle für Blogger, die gewillt sind Werbetexte für Firmen zu schreiben und diese als Beiträge auf ihren Blogs zu veröffentlichen. Natürlich gegen Cash. Blogbeiträge, die über das Trigami-Netzwerk zustande kamen sind äußerst einfach an der Trigami Kennzeichnung oberhalb des Beitrages zu erkennen. Auf diese Weise sichert sich Trigami selbst aus jedem einzelnen Beitrag bzw. Auftrag, der über das Trigami Netzwerk läuft, zusätzlich zu seinen Einnahmen einen Link für sich und baut seine eigene Linkpopularität Beitrag für Beitrag weiter aus.
Laut den Mediadaten auf der Webseite der Trigami AG sind bereits über 6000 Blogger und Bloggerinnen registriert und stehen für zahlungsfreudige Kunden mit ihren Blogs zur Verfügung. Über 75 Prozent der geschäftsfreudigen Blogger stammen aus Deutschland. Laut eigenen Angaben konnte Trigami in Jahr 2008 eine Wachstumsrate von über 50% verzeichnen. Paid Blogging ist demzufolge ein Geschäftsbereich der floriert wie nie zuvor und ich möchte gar nicht wissen wie viele Euros oder Schweizer Franken im Gesamten in diesem Jahr über den Trigami Tisch gewandert sind.
Hört sich nicht schlecht an, denkt sich der ambitionierte Blogger und hat gleich wie Donald Duck Dollarzeichen – oder besser Eurozeichen – in den Augen. Schnell hin zu Trigami oder Hallimash, dem weiteren, noch nicht so großen, deutschsprachigen Paid Blogging Anbieter, und auch ein Stück vom Geldkuchen für sich abstauben. Doch so einfach ist das nicht, denn es wird nicht jeder Blog akzeptiert und wer Aufträge abstauben möchte, dessen Blog muss schon interessant sein für die werbetreibende Wirtschaft von des Paid Blogging Anbieters.
Gerade Paid Blogging über das Trigami oder Hallimash Netzwerk halte ich persönlich für keine so ungefährliche Sache. Es könnte beispielsweise der Tag kommen an dem Google entscheidet, dass dies zum Linkhandel mit PageRank Links zählt. Vor allem deswegen nahe liegend, da Trigami selbst und die werbetreibende Wirtschaft in diesem Netzwerk Wert auf den PageRank des Blogs legen. Ups…
Durch die Trigami oder Hallimash Kennzeichnung am Anfang eines jeden einzelnen Blogbeitrages sind alle Beiträge super einfach nachzuvollziehen und ich kann mir gut vorstellen, dass die entsprechenden Blogs sowie auch die Anzahl der Beiträge aus diesem Netzwerk bereits auf der Google Watchlist stehen. Wer glaubt dass Google aufgrund der Stärke dieser Netzwerke wohl niemals tausende Blogs auf einen Schlag abstraft oder gar verschwinden lässt, irrt gewaltig. Ähnliche Sanktionen hat es bereits gegen Webkataloge und Artikelverzeichnisse im Globalen gegeben.
Wer sich dagegen wappnen möchte sollte mal schleunigst alle Links zu Trigami, Hallimash und deren Kunden in seinem Blog mit dem nofollow Attribut versehen. Die einzig wirksame Lösung um Linkhandel zu Werbezwecken zu betreiben ohne Sanktionen seitens Google befürchten zu müssen. Oder aber sich gar nicht erst für das Paid Blogging mit Trigami oder Hallimash entscheiden.
Wer auch sonst keine Skrupel hat den Inhalt seines Blogs mit Paid Blogging Beiträgen „zu verschönern“ kann auch auf Alternativen zurückgreifen, die vielleicht auch finanziell erträglicher sind. Seine diesbezüglichen „Dienste“ beispielsweise in einschlägigen SEO Foren anbieten ist eine alternative Möglichkeit. Die SEO Szene wird dankend zugreifen. Aber mit „nofollow“ könnt Ihr dort keine Punkte machen, das sollte klar sein.
Generell glaube ich, dass Paid Blogging außerhalb von Trigami weitaus gefragter als angeboten ist und dass in diesem Bereich mit Sicherheit einiges an Geld zu verdienen ist mit dem eigenen Blog. Wer diesen Bereich für sich entdecken und ausprobieren möchte, dem sei auf jeden Fall ans Herz gelegt, dass er dies nicht groß kund tun sollte, weder auf seinem Blog noch sonst wo, wo eine direkte Verbindung mit seiner Domain hergestellt werden kann. Die oben beschriebene Gefahr besteht in meinen Augen für alle Links gegen Kohle und wer damit wirbt ist selbst schuld wenn ein Neider vorbeikommt und ihn mal schnell über die Google Funktion „bezahlte Links melden“ das Einkommen und die Domain für die nächsten Monate bis Jahre versalzt.