Ich betreibe seit einigen Jahren einen Online Shop und habe natürlich auch von Anfang an auch PayPal als Zahlungsmethode implementiert. Während im Jahr 2006 die durchschnittlichen PayPal Bezahlungen bei mir noch mit knapp 19% aller Bestellungen zu Buche schlagen, waren es 2009 bereits 24% aller Bezahlungen, die mit PayPal durchgeführt wurden. Diese Zahlen alleine lassen schon die Annahme zu, dass die Bezahlungsmethode PayPal sich immer größerer Beliebtheit erfreut.
Im Juni dieses Jahres haben die PayPal Bezahlungen in meinem Shop aber extrem stark zugenommen. So haben im Juni doch tatsächlich über 65% meiner Bestellungen Paypal als Zahlungsmethode gewählt.
Es gab in diesem Jahr auch nur einen Monat, wo dieser Prozentsatz nur knapp unter 30% lag, also wiederum ein deutlicher Anstieg der PayPal Bezahlungen im laufenden Jahr.
So ganz erfreut sind wir Shopbetreiber über die Zahlungsmethode PayPal aber nicht, da uns für den Empfang des Geldes ja auch Gebühren abgenommen werden, die zu den Anfangszeiten von PayPal auf dem deutschen Markt noch nicht anfielen. Im Gegensatz aber zur Implementierung einer Kreditkartenzahlungslösung oder der Möglichkeit der Abbuchung im Online Shop, ist PayPal als Zahlungsmethode für uns Shop Betreiber immer noch günstig.
Neben PayPal habe ich noch die beiden Zahlungsmethoden Vorauskasse per Überweisung und Nachnahme in meinem Shop integriert. Bei der Vorauskasse gewähre ich 2% Nachlass auf den Einkaufsbetrag, um diese Zahlungsmethode für meine Kunden interessanter zu machen. Nachnahme ist schlicht und ergreifend total doof aus unserer Anbietersicht. Per Nachnahme kann nur ein Paket versendet werden, was bei DHL gleich den stolzen Preis von 10,90 Euro kostet.
Das alleine wäre ja nicht gar so schlimm, man kann diese hohen Versandkosten ja auf den Käufer umlegen, wenn er schon unbedingt per Nachnahme bestellen will. Es kommt aber noch erschwerend hinzu, dass ein hoher Prozentsatz aller Nachnahmebestellungen entweder mit dem Vermerk “Annahme verweigert” oder mit “Lagerfrist abgelaufen” wieder zum Absender zurück kommt. Die Leute bestellen erst und überlegen es sich dann einfach doch anders und lassen das Paket zurückgehen. Hervorragend, 10,90 Euro für nix und wieder nix ausgegeben, einfach nur aus Lust und Laune ein paar Produkte durch die Weltgeschichte geschickt
Theoretisch würde ich die Möglichkeit per Nachnahme zu bestellen sofort in meinem Shop eliminieren, das ist aber aus Gründen der Seriosität nicht möglich. Wir Shopbetreiber werden ja immer wieder in den Medien als die Betrüger im Internet schlechthin hingestellt und es wird vor uns gewarnt, als ob es nichts unvernünftigeres gäbe auf der Welt, als in einem Online Shop einzukaufen und nicht erst im Nachhinein zu bezahlen. Danke für diese Versuche, uns alle zu Arbeitslosengeldempfängern zu machen, an dieser Stelle!
Wenn überhaupt, dann solle doch per Nachnahme oder notgedrungen per PayPal bezahlt werden. Um uns Shopbetreibern endgültig den Verdienst-Hahn abzudrehen, wird sogar empfohlen, am besten gegen Rechnung einzukaufen. Wo kommen wir denn da hin? Schon mal was von den vielen fruchtlosen Mahnungen, Mahnbescheiden und Vollstreckungsbescheiden gehört, die in solchen Fällen dem Shopbetreiber ins Haus stehen und ihm schlicht und ergreifend ein Überleben in der Selbstständigkeit unmöglich machen?
Bevor ich mich hier aber in Rage schreibe, komme ich lieber wieder zurück zum PayPal Thema, denn auch PayPal stellt durch seinen Käufer- und auch Verkäuferschutz eine äußerst interessante Möglichkeit zum sicheren Bezahlen und dann auch Ware erhalten im Netz dar. Sobald der Name PayPal verwendet wird, fällt unweigerlich daraufhin auch Moneybookers. Dieser Service ist aber in meinen Augen so gar keine Alternative zu PayPal, denn selbst wenn ein Anbieter gewillt ist, Moneybookers als Zahlungsmethode zu integrieren, sind die Gebühren dort wesentlich höher als bei PayPal. Abgesehen davon ist die Verbreitung von Moneybookers äußerst dürftig.
Wenn ich persönlich einkaufe, dann nutze ich mit Vorliebe PayPal als Zahlungsmethode. Wie sieht es diesbezüglich bei Euren Shopping-Touren im Netz aus? Welche Zahlungsmethoden sind Euch die liebsten?