Roadster – Auf diesen Autotyp fahr ich voll ab

Mir mich ist der Roadster das non plus ultra bei Autos. Wenn es um Geschmack und Vorlieben geht, dann kommt für mich eigentlich nur ein Autotyp in Frage: ein Roadster. Da der klassische Roadster ja auch immer ein Cabrio ist, höre ich oft das Wort Cabrio als Bezeichnung für mein Auto. Meine Antwort darauf ist dann immer: Das ist ein Roadster und kein einfaches Cabrio. Ein Cabrio ist ein simples Auto ohne Dach. Mein Roadster hat zwar auch kein Dach, ist aber kein normales Automodell, dem einfach nur das Dach wegmodelliert wurde, sondern ein Autotyp für sich.

Wer nicht genauso auf Roadsters steht wie ich, wird das wahrscheinlich nicht verstehen können. Aber die Unterschiede zwischen Cabrio und Roadster sind gewaltig. Angefangen bei dem Fakt, dass ein Cabrio ein standard Automodell ist, das einfach nur „oben ohne“ fährt.

Weiter geht es mit den Unterschieden, dass ein Roadster in den meisten Fällen um einiges leichter an Gewicht ist, flach und lang gebaut wird, immer nur 2 Türen hat sowie ein Zweisitzer ist, der maximal noch eine Notsitzbank hinten hat.

Das Fahrgefühl bei einem Roadster ist mit Gokarts zu vergleichen. Viel PS, Heckantrieb, flach und hart auf der Straße, einfach Gokart Feeling pur. Mit einem Roadster macht mir persönlich Autofahren so richtig Spaß und ein Roadster sieht noch dazu in meinen Augen einfach klasse aus. Das ist natürlich aber alles nur reine persönliche und individuelle Geschmackssache.

Eigentlich heißt es ja, dass es für Frauen immer nur wichtig ist, dass die Autos klein sind, sich zum Einkaufen eignen und Frau von A nach B kutschieren. Das typische Einkaufswagen Klischee trifft aber nicht auf alle Frauen zu, wie zum Beispiel mich. Auch ich finde es trotz meiner Weiblichkeit absolut geil, knapp 200 PS unter dem Hintern zu haben und ich liebe meinen Roadster und sein mir vermittelndes Fahrgefühl abgöttisch.

Angefangen hat es bei mir damals, Anfang der 90er Jahre, als der Mazda MX-5 raus kam. Als ich dieses Auto das erste Mal sah, war das für mich einfach nur das Traumauto schlechthin, das auch irgendwann einmal mir gehören werden würde. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir einen solchen Roadster natürlich noch nicht leisten. Der alte Mazda MX-5 von damals hatte zudem ja auch noch die super genialen Schlafaugen – für mich der absolute Autotraum, ein Roadster mit Schlafaugen. 1997 war es dann auch für mich soweit, ich leistete mir meinen ersten gebrauchten Roadster, einen blauen Mazda MX-5. Und fragt nicht wie ich geheult habe, als ich dieses Auto 1998 in einer Massenkarambolage gecrasht habe.

Einige Jahre später – dazwischen lagen ein paar langweilige Firmenwagen, ein Golf IV sowie ein Audi A4 1,8 T – gab es dann den zweiten Roadster, einen gebrauchten schwarzen Mazda MX-5, ebenfalls wieder mit Schlafaugen:

Dieser wurde dann mit knapp 12 Jahren Alter von einem langweiligen Leasing BMW 316 i abgelöst. Nach Ablauf der Leasingzeit stand ich wieder vor der Frage: Welches Auto hättest Du denn gerne… einen langweiligen Vernunftwagen oder wieder einen geilen Roadster. Drei Mal dürft Ihr raten, was es denn dann geworden ist ;-)

Mein kleiner Schwarzer begleitet mich seit September 2006 und hat nun mittlerweile mehr als 10 Jahre auf dem Buckel. Dass die Wahl dieses Mal nicht auf einen Mazda MX-5 fiel liegt daran, dass ich einen Roadster wollte, der für unsere Region etwas wintertauglicher ist als ein MX-5, somit also ein paar Kilos mehr als 800 auf die Waage bringt, damit ich nicht ständig bei Schnee und Eis manuell aus Parklücken geschoben werden muss. Und auch das Hardtop war noch eine Entscheidung für meinen kleinen schwarzen Roadster, da es mit dem Mazda MX-5 doch etwas ungemütlich wurde, wenn im Winter dauernd die Scheiben innen angelaufen und angeeist sind. Und auch der Fakt, dass der Mazda MX-5 seit 1999 nur noch ohne Schlafaugen hergestellt wird, spielte eine ausschlaggebende Rolle. Natürlich sind letztlich auch die knapp 200 PS und der Kompressor bei diesem nun meinen kleinen schwarzen Roadster so ganz und gar nicht zu verachten ;-)

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